Wo liegt der Katzenkopfnebel?

Der Katzenkopfnebel ist ein kleiner Ausschnitt des großen Carinanebels, einer Sternentstehungsregion in ungefähr 7.500 Lichtjahren Entfernung. Der englische Spitzname „Cat’s Head Nebula“ spielt auf die Ähnlichkeit des Ausschnitts mit einer Katze an.[1]

Was zeigt Hubble?

Hubble zeigt den Katzenkopfnebel im sichtbaren Licht als undurchsichtige Staubsäule. Ihr heller Rand passt zu Gas, das von der ultravioletten Strahlung naher massereicher Sterne beleuchtet und ionisiert wird. Dabei werden Atome im Gas elektrisch geladen.[1]

Das helle „Auge“ der Katze könnte ein junger Stern sein, der noch teilweise in Staub gehüllt ist. Ob es tatsächlich einer ist, steht nicht fest.[1]

Was ergänzt Webb im Infrarot?

Webb ergänzt die Hubble-Ansicht mit Aufnahmen im Infrarot. Im nahen Infrarot wirkt die Säule durchsichtiger und zeigt feinere Strukturen, doch manche Sterne bleiben von Staub umhüllt. Die Tabelle zeigt, welche Einzelheiten die beiden Infrarotbereiche und das sichtbare Licht jeweils hervorheben.[1]

Hubble: sichtbares Licht. Dunkle Staubsäule mit hellem Gasrand
Hubble: sichtbares LichtImage: NASA, ESA, STScI; Image Processing: Joseph DePasquale (STScI)
Webb: nahes Infrarot. Feine Strukturen der Säule und viele Sterne
Webb: nahes InfrarotImage: NASA, ESA, CSA, STScI; Image Processing: Joseph DePasquale (STScI)
Webb: mittleres Infrarot. Leuchten von warmem Staub und kohlenstoffhaltigen Molekülen zeichnet Strukturen nach
Webb: mittleres InfrarotImage: NASA, ESA, CSA, STScI; Image Processing: Joseph DePasquale (STScI)
Drei Ansichten derselben Region
AnsichtWas sichtbar wird
Hubble: sichtbares LichtDunkle Staubsäule mit hellem Gasrand
Webb: nahes InfrarotFeine Strukturen der Säule und viele Sterne
Webb: mittleres InfrarotLeuchten von warmem Staub und kohlenstoffhaltigen Molekülen zeichnet Strukturen nach

Im mittleren Infrarot treten dagegen leuchtende Staubstrukturen hervor. Die Ansichten zeigen dieselbe Region in unterschiedlichen Lichtbereichen, nicht verschiedene Nebel.[1]